Verdener Campus – Schulische Freiräume im Quartierspark

Phase Null, Workshops

Verdener Campus – Schulische Freiräume im Quartierspark

Die Stadt Verden (Aller) möchte den Verdener Campus zu einem qualitätsvollen Schulstandort weiterentwickeln. Deshalb plant sie, die angrenzenden bestehenden Sportanlagen neu zu gestalten. Diese sollen pädagogischen Anforderungen entsprechen und zugleich als attraktiver Quartierspark geöffnet werden.

Im Frühjahr und Sommer 2022 führte die Stadt dafür einen umfangreichen Beteiligungsprozess zur Bedarfsplanung durch. Schüler*innen und Lehrkräfte des Verdener Campus brachten ihre Perspektiven ein. Außerdem beteiligten sich verschiedene Interessensgruppen aus dem Stadtteil sowie Fachbereiche der Stadtverwaltung. So konnte die Stadt unterschiedliche Sichtweisen frühzeitig berücksichtigen.

Der Prozess verfolgte die Ziele, die Freiraumbedarfe von Schule und Quartier zu erheben und zu einem ganzheitlichen Konzept zu integrieren. Die beteiligten Akteurinnen und Akteure sollen eingebunden und vernetzt werden, um ihre Bedarfe aufzunehmen. So sollen vielfältige Nutzungsinteressen abgedeckt und Nutzungskonflikten vorgebeugt werden.

Durch geplante Neubauten wird ein Teil des bestehenden Schulhofes überbaut. Deshalb braucht das Schulgelände zusätzliche Flächen. Die Stadt nutzt diesen Anlass, um das gesamte Freiraumumfeld des Verdener Campus einschließlich des Sportplatzes neu zu denken und zu entwickeln. Dabei betrachtet sie alle Bereiche im Zusammenhang und entwickelt sie gemeinsam weiter.

Die Freiräume sollen zum einen Ort für die Schüler*innen werden, der hohe Aufenthaltsqualitäten bietet und die Umsetzung des pädagogischen Konzeptes der Schule unterstützt. Gleichzeitig soll hier jedoch auch ein Aufenthaltsort und Treffpunkt entstehen, der sich für die Menschen des Stadtteils öffnet.

Gleichzeitig hinterfragt die Stadt die bisher überwiegend monofunktionale Nutzung des Sportplatzes. Stattdessen soll ein vielfältiger Freiraum entstehen. Dieser wird Teil einer lebendigen Lernlandschaft und stärkt das Quartier als sozialen Ort.

Die Phase Null bewertet im Ergebnis die gegebenen Rahmenbedingungen vor Ort und führt die gewünschten Funktionen in Qualität und Quantität zusammen. Dafür erstellt das Team funktionale Standortanalysen, Flächenprogramme und Funktionsdiagramme. Ergänzend beschreibt es die Ziele und Anforderungen in Textform.

Auf dieser Grundlage entwickelt das Team konkrete Empfehlungen. Es definiert, wo welche Funktionen sinnvoll angeordnet werden sollten. Dabei berücksichtigt es funktionale, ökologische und gestalterische Zusammenhänge. So entsteht ein tragfähiges Konzept für einen zukunftsfähigen Campus und einen offenen Quartiersraum.

Stadt Verden (Aller) | Phase Null, Bedarfsplanung, Prozessbegleitung | 2022

Verantwortliche Partnerin: Antje Voigt | Mitwirkende: BIERBAUM.AICHELE.landschaftsarchitekten Part.GmbB, SICHT.weise


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