Stadtteilhaus Ulm-Wiblingen: Teilen braucht Beteiligung


Die Stadt Ulm möchte in Wiblingen in den kommenden Jahren neue Impulse setzen und den Stadtteil positiv verändern. Kurzfristig soll ein neues Stadtteilhaus entstehen. Es dient als Ausgangspunkt für weitreichende und langfristige Stadtumbauten.
Das Haus soll ein zentraler Treffpunkt für das Quartier werden. Es bietet den umliegenden Schulen Räume zum Leben und Lernen. Gleichzeitig steht es allen Menschen im Stadtteil offen. Mit vielfältigen Funktionen, verschiedenen Nutzergruppen und langen Öffnungszeiten soll es zur sozialen Mitte des Quartiers werden. Damit dies gelingt, erfordert die Bedarfsplanung intensive Abstimmungsprozesse.
In der »Phase Null« zum neuen Stadtteilhaus arbeiteten die zukünftigen Nutzer*innen gemeinsam an einem Konzept. Vertreten waren die Schulleitungen, Lehrkräfte und Schülerinnen der drei beteiligten Schulen sowie die städtischen Abteilungen für Bildung, Sport, Soziales, Gebäudemanagement und die Stadtbibliothek. In Workshops und Arbeitsgruppen entwickelten sie Nutzungsszenarien, verdichteten diese und klärten betriebliche Fragen. So entstand ein Konzept für Mensa, Bibliothek, Ganztagsräume und ein Stadtteil-Café.
Der Prozess der »Phase Null« dient als Initial: Er fixiert die Planungsgrundlagen für nachfolgende Entscheidungs- und Planungsschritte. Die Bedarfe werden inhaltlich gemeinsam mit den Nutzer*innen entwickelt. Anschließend werden Flächen und Funktionen definiert und optimiert, sodass das Gesamtvolumen des Projekts sichtbar wird.
Gleichzeitig dient der Prozess der Vernetzung der beteiligten Akteur*innengruppen. Jede Gruppe kann ihre Interessen einbringen, die Interessen anderer verstehen und gemeinsam zu einem Gesamtprojekt integrieren. Dadurch werden die Weichen für zukünftig erfolgreiches Teilen, Teilhaben und Teilgeben gestellt.

Stadt Ulm | Phase Null, Bedarfsplanung, Prozessbegleitung | 2022-23
Verantwortliche Partnerin: Antje Voigt | Mitwirkende: Selbstwirksam.inspiriert GmbH
Weitere Workshops | Phase Null


